Wie viel PS Motorleistung braucht man wirklich und was kostet Motorrad fahren?


 
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Erstaunlicherweise geht der Trend in Deutschland zu immer mehr PS, je weniger die Leute wirklich fahren. Während in Thailand die Bauern selbst zwei Kühe im Anhänger ihrer 125er Maschine transportieren, meint in Deutschland jeder Sonntagsfahrer, für die Fahrt zur Eisdiele immer das neueste Motorrad mit mindestens 125 PS für 20.000 Euro und einem dementsprechend hohen Wertverlust zu brauchen 1, 2, 3.
Damit solche Poser diese übermässige Leistung überhaupt unter Kontrolle halten können, müssen die Hersteller ihre Motorräder mit immer mehr elektronischen Helfern ausrüsten. Dabei braucht niemand 100 PS. Schon nach wenigen Sekunden Vollgas ist man weit jenseits der 200 km/h und dann?
Echte Motorradfahrer bzw. Alltagsfahrer greifen daher eher zu wendigen, sparsamen und zuverlässigen Motorrädern aus Japan. 125er Roller mit 11 PS für weniger als 3000 Euro neu kommen beispielsweise mit 3 Litern auf 100 Kilometern aus, erreicht ebenfalls 100 km/h und sind Steuerfrei. Mehr darf man in den wenigsten Ländern auf diesem Planet fahren.
Vielleicht ist der Coolnes Faktor bei solchen Motorrädern nicht so hoch aber zumindest ich brauche ein Fahrzeug nicht, um irgend welche Nachbarn zu beeindrucken.
Alle Fahrzeuge müssen alle 2 Jahre zum TÜV, was ca 70 Euro kostet. Tendenz dank staatlichem Zwang bei Quasimonopolen natürlich steigend.
Fahranfänger dürfen heutzutage bis 49 PS fahren. Die Grenze lag damals bei 34 PS. Solche Motorräder bekommt man wegen der grösseren Auswahl besonders günstig gebraucht. Auch das ist bis 180 km/h vollkommend ausreichend.
Nach 2 Jahren mit 34 PS war mein erstes Motorrad eine gebrauchte Yamaha XJ 900 mit 100 PS und Kardan für 1000 Euro. Danach habe ich Afrika mit einer 600er Transalp mit 50 PS für 700 Euro umrundet und meinen Umzug mit ihr erledigt. In Südamerika habe ich dann eine 125er gekauft. Dieses Motorrad kann ich mehrere Minuten lang Vollgas fahren, ohne dass es mich überfordert.
Der grosse Vorteil kleiner Maschinen ohne elektronische Helfer ist die einfache Wartung, der geringe Verbrauch und ihre Wendigkeit im Stadtverkehr. Wie bei den meisten Dingen gillt also auch hier: Weniger ist mehr :)
Soweit meine unbezahlte Meinung. Schleichwerbung gibt es in Vorabendserien, aber nicht hier. Alle Angaben ohne Gewähr. Danke fürs rein schaun :-) Hier geht es zur Wahl der richtigen Maschine.
 
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